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Feen und Blumengeister






Waldgeist

Ein Waldgeist ist ein Naturgeist der im Wald beheimatet ist.

In vielen naturverbundenen Religionen wurden und werden den Naturkräften Wesenszüge und Geister zugeordnet. Siehe im Einzelnen unter Naturgeist.

Waldgeister gibt es in den verschiedensten Ausprägungen. Zu den europäischen Waldgeistern zählen die Elfen, Dryaden, Meliaden und lebende Bäume sowie der Faun und die Satyrn.

Auch in Amerika gibt es Waldgeister. So kennen die Sioux die Waldgeister Canotila. Auch die Geister der Indianerstämme in Süd- und Mittelamerika sind oft Waldgeister, die für Erscheinungen oder Rätsel der waldreichen Natur verantwortlich gemacht werden.

Auch in Japan wird in zahlreichen Geschichten, auch Gespenstergeschichten, auf die Beseeltheit der Natur hingewiesen. Oft findet man in den japanischen Märchen eher böse gesinnte Waldgeister. Andere werden nur dann zu einer Bedrohung, wenn man sie reizt.

In neuerer Zeit gibt es in Japan auch den Trend zu guten Waldgeistern, z.B. den Kodamas, die man in mystisch angehauchten Animes, wie zum Beispiel dem Film Prinzessin Mononoke findet.



Eine genaue Abgrenzung der Waldgeister gegenüber den Baumgeistern (den Genien eines Baumes) und anderen dämonischen Wesen wie wilden Leuten, wilden Frauen, Fänggen, Hausgeistern, Zwergen ist nicht möglich; die Grenzen sind fließend. "Je mehr die Waldleute zusammen in Haufen leben, desto ähnlicher sind sie den Elben, Wichteln und Zwergen, je mehr sie einzeln erscheinen, desto größere Berührung haben die Frauen mit weisen Frauen, selbst Göttinnen, die Männer mit riesenmäßigen Waldungeheuern" 1). Die bekannteren Sagensammlungen halten Waldgeister, Zwerge, Elben, wilde Leute oft kaum auseinander, bei Graber 2) z. B. ist Waldgeist ein Sammelbegriff für Hexen, Riesen, Zwerge. Mannhardt, "Wald- und Feldkulte" 3) zieht zu Kap. II: "Die Waldgeister und ihre Sippe" Berg- und Feldgeister mit heran. Hier seien diese Wesen nur dann mit einbezogen, wenn sie deutlich Bezug auf den Wald haben, im Walde leben oder die Attribute des Waldes tragen (Bekleidung mit Moos, rindenartig verhutzelte Gesichter o. ä.).


Blumengeister



Schneeglöckchen und Himmelsschlüsselchen
Die Pilgerfahrt der Blumengeister - 1854 nach Grandville 1803 - 1847



Blumen

Blumen sind Wesen, die uns Freude vermitteln, Blumen sind Wesen,
die Leben symbolisieren, Blumen sind Wese, mit denen wir Liebe,
Freundschaft und Dankbarkeit verschenken.






Der Schmetterling

Einen Schmetterling - so zierlich schön - habe ich heute in unserem Garten gesehen.
Er flatterte auf und ab und brachte alles um sich herum auf Trab.
Ich wollte ihn fangen, doch nein - er war so klein,
und seine bunten Flügel waren wie Sonnenschein.
Da flatterte er daher, ganz leicht im Wind, und die Zeit flog mit ihm fort,
so ganz geschwind.
Irgendwann - da hob er ab, als ob er an einer Wolke hing,
und ich rief ihm noch hinterher
"Auf Wiedersehen, mein Schmetterling"




Feen



Feen sind nach romanischer und keltischer Volkssage geisterhafte,
mit höheren Kräften begabte Fabelwesen,
die sowohl weiblich als auch männlich sein können.
Begriff und Name entwickelten sich aus den römischen Schiksalsgöttinen,
den Fata (vgl. Parzen), lat. Fatua, ital. Fata, span. Hada, franz. Fée.
In der deutschen Poesie des Mittelalters
kommen sie unter dem Namen Feien oder Feinen vor
und sind mythologisch mit den so genannten
weißen Frauen und den Nornen verwandt.
Im slawischen Raum sind sie als Wilen bekannt,
im inselkeltischen als Sidhe.


Charakter

Wie diese Schicksalsgöttinnen treten die Feen zunächst meist in der Dreizahl, vereinzelt in der Sieben- und Zwölfzahl auf. Sie haben die Gabe, sich unsichtbar zu machen, wohnen in Felsschluchten, wo sie hinabsteigende Kinder mit ihren Gaben beglücken und erscheinen bei Neugeborenen, deren Schicksal sie bestimmen. Man bittet sie auch zu Paten, bereitet ihnen den Ehrensitz bei Tisch, etc. Die enge Verwobenheit mit dem Schicksal ist dadurch erklärlich, dass das französische Wort Fee ursprünglich aus dem Lateinischen abgeleitet wurde, von fatua (Wahrsagerin) und fatum (Schicksal). Doch das aus dem Romanischen stammende Wort Fei könnte ebenfalls Anteil an der Namensgebung gehabt haben, erkennbar an Bezeichnungen wie Merfei und Waldfei. Von Fei ist übrigens auch das Wort gefeit abgeleitet, was sich auf Unverletzlichkeit oder Unverwundbarkeit gegenüber der feeischen Zauberei bezog.

Sie werden überwiegend als heiter, besonders schön und niemals alternd beschrieben und darüber hinaus auch noch als glückbringend. All das spiegelt wider, dass die Feen von ihrem Wesen her, das gute Prinzip versinnbildlichen.

Anderseits erscheinen die Feen (namentlich in der keltischen Volkssage) auch als weibliche Elementargeister, die in Wäldern, in Felsengrotten, an Quellen und Gewässern leben, mit Vorliebe den Tanz pflegen, dessen Spur die so genannten Feenringe (cercles des fées) verraten, und nicht selten von den Sterblichen, ihr Linnen waschend, gesehen werden. Es ist ziemlich sicher, dass die Vorstellung der Parzen und der Matrones, der Muttergottheiten, sich mit denen von den Feldgeistern, den Campestres oder Agrestes Feminae verband. Als Feldgeister wurden vorher alle Nymphen, Dryaden und ähnliches zusammengefasst. Außerdem ist gesichert, dass die Bezeichnungen der lateinischen Schriftsteller des Mittelalters für die Feen, Bezeichnungen wie felices dominae, bonae mulieres oder dominae nocturnae, auch auf andere Gestalten aus Überlieferungen angewandt wurden, wie die Wilden Frauen zum Beispiel.


Feenreiche

Nach den von den Dichtern ausgemalten Szenerien gab es besonders drei Feenreiche: Avalon, die sagenhafte Insel, wo Morgana wohnte; ein Reich im Innern der Erde mit prachtvollen Palästen, das am deutlichsten in dem englischen Roman Orfeo and Heurodis beschrieben ist, und eins in Wildnissen und Wäldern, namentlich in dem großen, sagenberühmten Wald Brocéliande in der Bretagne. Auch zahlreiche alte Schlösser werden als Lieblingsorte der Feen genannt. Edmund Spenser verherrlicht in seinem Gedicht The Faery Queen in der Feenkönigin zugleich allegorisch den Ruhm von Königin Elisabeth .

Gute und böse Feen

Spensers Feen sind im Ganzen noch die der alten Romantik, später aber tritt eine Scheidung derselben in Bezug auf ihren Charakter hervor. Während die guten Feen, als welche namentlich Esterelle, Maliure und Melusine genannt werden, ewig schön und jung, aller weiblichen Künste Meister, gut und edel waren und ihre Zauberkräfte immer zum Guten anwendeten, zeigten die bösen, zu denen besonders Karabossa und Fanferlüsch gehörten, von allem das Gegenteil, und ihre Macht war nicht selten größer. Indes konnte keine Fee das aufheben, was eine andere gewirkt hatte, sondern ihm nur entgegenwirken.

Feenmärchen

Dieser Kampf zwischen guten und bösen Feen bildet in der Regel den Inhalt der Feenmärchen, die, meist orientalischen Ursprungs,
im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts in Europa an die Tagesordnung kamen und namentlich in Frankreich seit 1681 beliebt wurden. Charles Perraults Contes de ma mère l'Oye (1697) und Marie-Catherine d'Aulnoys Contes des fées (1698) fanden soviel Beifall, dass Antoin Galland auf den Gedanken kam, die orientalischen Muster der Gattung (Tausendundeine Nacht) in das Französische zu übersetzen, und eine Menge Nachahmer sich in dieser Dichtungsart versuchten. Die vorzüglichsten der Feenmärchen findet man gesammelt in dem Cabinet des fées (Paris 1785-89, 41 Bände). Der Eifer Nicolas Boileaus und seiner Schüler gegen diese Märchen tat der Popularität der Gattung keinen Abbruch. In Deutschland wurde sie insbesondere durch Christoph Martin Wielands Sammlung Dschinnistan einem breiten Publikum bekannt gemacht. Schließlich erregte die Übersättigung aber Ekel und Graf Antoine Hamilton persiflierte in seinen vortrefflich geschriebenen Contes geistreich das gesamte Genre. In unserer Zeit treten die Feen nur noch in Kindererzählungen auf.

In den Grimm'schen Märchen spielen die Feen nur vereinzelt eine Rolle,
insbesondere in "Dornröschen". Anders als in Charles Perraults Cendrillon kommt im Grimm'schen Aschenputtel keine Fee vor. In E.T Hoffmanns "Klein Zaches, genannt Zinnober" werden die Feen durch den aufgeklärten Landesherrn in Nonnenklöster verbannt. Für Peter Pan ist die Fee Tinkerbell ein wichtiger Begleiter. Otfried Preußlers Kasperl gelingt im Räuber Hotzenplotz die Erlösung einer verzauberten Fee. In Carlo Collodis Pinocchio spielt eine Fee eine entscheidende Rolle, ebenso in der Zeichentrickserie Herr Rossi sucht das Glück.